Recht für Verbraucher
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Kochen ist einer meiner Hobbys

Nach meiner Schulzeit habe ich in Tabarz mit Begeisterungden Beruf eines Koches erlernt. Danach habe ich an der Fachschule für Gaststätten und Hotelwesen studiert und regelmäßig zu den Leiziger Messe in den verschieden Häusern gekocht. Mein Taschengelt als Student habe ich regelmäßig im Hotel Astoria in Leipzig aufgebessert und gleichzeiting satt gegessen.

 

 

 

Nach meiner Hochzeit habe ich mich dem Herkunftsland meiner Familie und insbesondere der Küche der Oberstübner beschäftig.

Die Oberstübner Küche orientierte sich nach alten Trationen und entsprach den Land- und hauswirtschaftlichen Verhältnissen. Hier wurden Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben, die aus einfachen Grundstoffen nahrhafte und wohlschmeckende Gerichte ergaben.

Das Leben im Oberstübner Raum war durch harte Arbeit geprägt, es war schon etwas besonderes, wenn Gebratenes auf dem Tisch stand. Aus dem was man hatte versuchte man, nahrhafte  Gerichte auf den Tisch zu bringen. Da Rindfleisch und auch Schweinefleisch vorwiegend gekocht wurden, gab es Sonntags und regelmäßig eine kräftige Suppe vor dem Hauptgericht. Weihnachten gab es immer selbstgemachte Nudeln mit selbsthergestellten frischen Käse und vielen geschmorten Zwiebeln.

 

Die Mehrzahl der Gerichte beschränkt sich auf die Verwendung von Mehl und Milchprodukten. Der karge Speisezettel wurde durch Obst und Gemüse der Saison ergänzt sowie auch durch Mohnzugabe aus eigenem Anbau.

Selten kam es vor, dass Fisch auf dem Tisch kam, es sei denn, einer der Jungs hatte zufällig im Waldbach einen kleinen Fisch ergattert. Zielgerichteter wurden dann schon Frösche und Krebse gefangen und zubereitet. Den Fröschen wurden gleich vor Ort die Schenkel entfernt und später im Feuer gegart.

Die Speisen, die auf den Tisch kamen, waren fast in der gesamten deutschen Sprachinsel gleich. Sie unterschieden sich lediglich in der Benennung von Ort zu Ort.

Das Frühstück bestand vorwiegend aus gekochter Milch, dazu trockenes Brot, oder selbstgerösteter Malzkaffe mit viel Milch. Beim Kaffeekochen wurde Zichorie als Zusatz benutzt. Beliebt war "Melichgamengtes", Milchsuppe mit Kartoffeln und "Drobkalen" (kleine Teigstückchen). Kräutertee und Schmalzbrot aßen einige, wenn keine Milch im Haus war. Zur Jause (Vesper) um 10 Uhr nahmen die einen Speck und Brot, andere Hausmacherwurst zu sich. Das Mittagessen im Winter bestand aus Sauerkraut, Kartoffeln und Schweinefleisch, "Fisolensuppn" Bohneneintopf mit Speckgrieben, "Graupnsuppn" Graupeneintopf mit Hammel- oder Rindfleisch.

Am Mittwoch und Freitag gab es immer Mehlspeisen: "Palazinkn" Palatschinken mit "Leckwar" Marmelade oder "Topfen", "Käsnudeln" Topfnudeln oder "Kneetl" mit brauner Butter und Topfen. Im Frühjahr kochte man "griena Fisolensuppn" Brech- oder Schnittbohneneintopf, "Solot" Salat als Gemüse mit Specktunke, "Karfiol" Blumenkohl mit brauner Butter uns Semmelbrösel oder "Kelkraut" Wirsingeintopf.

Sonntags kam auch in den ärmsten Familien ein großes Stück Fleisch auf den Tisch. Vorher eine Nudelsuppe mit selbstgemachten Nudeln, in der das Fleisch gekocht war. Zum Fleisch gab es "Tonk" Tunke, je nach Geschmack, gesalzen oder süßsauer und Brot. "Faschiats" Fleischküchel und Kartoffelsalat waren ebenfalls ein Sonntagsessen, wie "Nockala Paprikásch", kleingeschnittenes Kalbfleisch mit einer gewürzten Rahmsauce, dazu Nockerln vom Brett geschabt. Im Sommer bereicherten "Flaumakneetl" Pflaumenknödel die Speisekarte.

Eine Spezialität nicht nur in Oberstuben, sondern im ganzen Hauerland, waren "Kneetl" Spätzle, sie waren bei den Deutschen und Slowaken gleichermaßen begehrt. Die Slowaken nannten sie "Halùski". Eine weiter Spezialität war "Granatiamarsch" und "Saifl", auch eine leicht Suppe für Magenkranke.

Das trationelle Weihnachtsessen in Oberstuben war: "Handgemacht Nudeln, gesalzen mit Topfen und brauner Butter". Spezielle süße Sachen gab es zur Weihnachtszeit, so "Pokanzeln", Honigoblaten, Äpfel und Hefekuchen. Nach der Mette wurden daheim Hausmacherwürste heiß gemacht, und jeder langte herzhaft zu.

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